Bevor du vergleichst
Schau dir deine Kontoauszüge der letzten Monate an. Dann weißt du, was dein Konto können muss:
- Wie viel Geld jeden Monat auf dein Konto kommt
- Wie oft du Bargeld abhebst und wo
- Ob du eine Kreditkarte brauchst, zum Beispiel für Reisen
- Ob du eine Filiale in der Nähe möchtest oder alles per App erledigst
Die neue Bank hilft
Beim Wechsel muss dich die neue Bank unterstützen. Das schreibt das Gesetz vor.
Zur Anleitung*Provisionslink: Schließt du über einen solchen Link ab, erhält Volsaro eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht. So vergleichen wir
Das Wichtigste in Kürze
Das Girokonto ist die Zentrale deiner Finanzen. Hier kommen Lohn oder Sozialleistungen an, und von hier gehen Miete und Rechnungen ab. Die Preise unterscheiden sich deutlich. Ein Vergleich lohnt sich deshalb oft, besonders wenn deine Bank die Gebühren erhöht hat.
Girokonto: Darauf kommt es an
| Punkt | Worauf du achten solltest |
|---|---|
| Kontoführung | Gibt es eine monatliche Grundgebühr? Kosten Buchungen, Überweisungen auf Papier oder Kontoauszüge extra? |
| Karten | Ist eine Debitkarte enthalten? Was kosten eine Kreditkarte oder eine zweite Karte? |
| Bargeld | An welchen Automaten hebst du kostenlos ab, und wie oft im Monat? Was kostet Bargeld im Ausland? |
| Dispo | Wie hoch ist der Dispozins? Er ist meist hoch. Nutze den Dispo deshalb nicht dauerhaft. |
| Bedingungen | „Kostenlos“ gilt oft nur mit einem monatlichen Geldeingang in bestimmter Höhe oder bis zu einem bestimmten Alter. Prüfe, was das Konto kostet, wenn du die Bedingung nicht erfüllst. |
Neue oder höhere Gebühren gelten nicht einfach, weil du schweigst. Die Bank braucht dafür deine Zustimmung. Stimmst du nicht zu, kann sie dir das Konto allerdings kündigen.
Konto wechseln mit der Kontowechselhilfe
Die neue Bank muss dir beim Wechsel helfen. Du unterschreibst bei ihr eine Ermächtigung. Dann holt sie bei deiner alten Bank die Liste deiner Daueraufträge, Lastschriften und Zahlungseingänge. Sie richtet die Daueraufträge neu ein und informiert auf Wunsch deine Zahlungspartner, zum Beispiel deinen Arbeitgeber. Die alte Bank muss dabei mitwirken.
Nach den gesetzlichen Fristen dauert das etwa 12 Geschäftstage. Meist ist die Kontowechselhilfe kostenlos. Ein Entgelt ist nur erlaubt, wenn es vereinbart und angemessen ist. Wie du Schritt für Schritt vorgehst, steht im Ratgeber Girokonto wechseln.
Basiskonto: Ein Konto für jeden
Wer sich rechtmäßig in der EU aufhält, hat Anspruch auf ein Basiskonto. Das gilt auch für Asylsuchende, Geduldete und Menschen ohne festen Wohnsitz. Deine Kreditwürdigkeit spielt dafür keine Rolle. Das ist besonders wichtig, wenn du neu in Deutschland bist.
- Du kannst Geld einzahlen und abheben, überweisen, Daueraufträge einrichten, Lastschriften nutzen und mit Karte zahlen.
- Einen Dispo gibt es in der Regel nicht.
- Die Gebühren müssen angemessen sein. Vergleiche trotzdem, denn die Preise unterscheiden sich.
- Zur Eröffnung brauchst du meist einen Pass oder Personalausweis. In bestimmten Fällen erkennen Banken auch Papiere deutscher Behörden an.
Die Bank muss über deinen vollständigen Antrag innerhalb von 10 Geschäftstagen entscheiden. Ablehnen darf sie nur in wenigen, gesetzlich geregelten Fällen. Lehnt sie ab, kannst du bei der BaFin ein kostenloses Verwaltungsverfahren beantragen. Hilfe gibt es auch bei der Verbraucherzentrale.
Nie wieder eine Frist verpassen
Der Fristen-Wecker rechnet aus, bis wann deine Kündigung ankommen muss, und legt dir die Erinnerung in den Kalender.
Tagesgeld und Festgeld
| Merkmal | Tagesgeld | Festgeld |
|---|---|---|
| Verfügbar | Jederzeit, meist per Überweisung auf dein Girokonto | In der Regel erst am Ende der vereinbarten Laufzeit |
| Zins | Variabel, die Bank kann ihn ändern | Fest für die ganze Laufzeit |
| Passt für | Notgroschen und Geld, das du bald brauchen könntest | Geld, das du sicher eine Weile nicht brauchst |
Achte bei Lockangeboten darauf, wie lange der Zins gilt und bis zu welchem Betrag. Danach gilt oft ein niedrigerer Zins.
Einlagensicherung
Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten ist gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. Geht die Bank pleite, bekommst du dein Geld bis zu dieser Grenze zurück. Bei Banken aus anderen EU-Ländern gilt die Einlagensicherung des jeweiligen Landes, ebenfalls bis 100.000 €. Willst du mehr Geld anlegen, verteile es auf mehrere Banken. Achte darauf, dass es wirklich verschiedene Banken sind und nicht nur verschiedene Marken derselben Bank.
Echtzeitüberweisung und Empfängerüberprüfung
Seit dem 9.1.2025 darf eine Echtzeitüberweisung in Euro nicht mehr kosten als eine normale Überweisung. Das Geld ist in wenigen Sekunden beim Empfänger. Zurückholen kannst du es dann kaum noch. Prüfe deshalb vorher genau, an wen du zahlst.
Seit dem 9.10.2025 prüft die Bank vor einer Überweisung, ob Name und IBAN des Empfängers zusammenpassen. Passt der Name nicht oder nur ungefähr, bekommst du einen Hinweis. Überweist du trotzdem und das Geld landet beim Falschen, trägst du meist selbst das Risiko.
Freistellungsauftrag
Zinsen, Dividenden und Kursgewinne sind bis 1.000 € im Jahr steuerfrei, bei gemeinsamer Veranlagung bis 2.000 € (Sparerpauschbetrag). Damit die Bank davon keine Steuer abzieht, erteilst du ihr einen Freistellungsauftrag. Hast du Konten bei mehreren Banken, teilst du den Betrag auf. Zusammen dürfen die Aufträge den Sparerpauschbetrag nicht überschreiten. Du brauchst dafür deine Steuer-Identifikationsnummer.
Depot: Kosten und Grundlagen
In einem Depot verwahrt die Bank deine Wertpapiere, zum Beispiel Aktien oder Fonds. Wertpapiere können im Wert steigen, aber auch fallen. Volsaro gibt keine Anlageempfehlung und nennt keine einzelnen Wertpapiere.
- Kosten: Prüfe Depotgebühren, Kosten je Kauf und Verkauf, Entgelte des Handelsplatzes und die laufenden Kosten von Fonds. Kleine Unterschiede summieren sich über viele Jahre.
- Sparplan: Mit einem Sparplan legst du regelmäßig einen festen Betrag an, oft schon ab kleinen Summen. Achte auf die Kosten je Ausführung.
- Sondervermögen: Die Wertpapiere im Depot gehören dir, nicht der Bank. Geht die Bank pleite, sind sie geschützt. Vor Kursverlusten schützt das nicht. Geld auf dem Verrechnungskonto fällt unter die Einlagensicherung.
- Depotübertrag: Du kannst dein Depot zu einer anderen Bank mitnehmen. Der Übertrag ist kostenlos.
Bist du unsicher, wie du Geld anlegen sollst, hol dir eine Beratung, zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale.
Häufige Fragen
Gibt es noch kostenlose Girokonten?
Ja, aber oft nur unter Bedingungen, zum Beispiel mit einem regelmäßigen Geldeingang. Lies die Bedingungen genau und rechne aus, was das Konto mit deinen Gewohnheiten kostet.
Wie lange dauert ein Kontowechsel?
Mit der gesetzlichen Kontowechselhilfe etwa 12 Geschäftstage. Behalte das alte Konto noch eine Weile, bis alle Zahlungen auf dem neuen Konto ankommen.
Bekomme ich ein Konto, wenn ich neu in Deutschland bin?
Ja. Wer sich rechtmäßig in der EU aufhält, hat Anspruch auf ein Basiskonto, auch Asylsuchende und Geduldete. Lehnt eine Bank ab, kannst du dich an die BaFin wenden.
Ist mein Geld sicher, wenn die Bank pleitegeht?
Guthaben ist gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. Wertpapiere im Depot gehören dir und sind als Sondervermögen geschützt, aber nicht gegen Kursverluste.
Wozu brauche ich einen Freistellungsauftrag?
Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank von deinen Zinsen und Erträgen sofort Steuer ab. Mit dem Auftrag bleiben bis zu 1.000 € im Jahr steuerfrei, bei gemeinsamer Veranlagung bis zu 2.000 €.
Empfiehlt Volsaro bestimmte Konten oder Wertpapiere?
Nein. Volsaro erklärt allgemein, worauf es ankommt, und zeigt Rechner und Links von Partnern. Eine Anlageempfehlung geben wir nicht.
Stand: 07.10.2026. Volsaro gibt allgemeine Informationen und berät nicht zu einzelnen Verträgen. Das ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen deines Vertrags. So vergleichen wir · Fehler gefunden? Schreib uns.